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Flora und Fauna


 
Die Ruinaulta wurde 1977 als eines der ersten Gebiete der Schweiz ins "Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung" aufgenommen. Sie beherbergt gefährdete Lebensräume für eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten.
Auen
Direkt am Vorderrhein wächst Auenwald mit Weisserlen. Er ist typisch für das Ufer von Gebirgsflüssen und stets bedroht durch zerstörerische Hochwasser. Bleiben Überschwemmungen jedoch über längere Zeit aus, verdrängen bald Fichten, Buchen oder Tannen die typischen Auenwaldbäume. Zu den Auenlandschaften der Ruinaulta gehören auch offene Kiesbänke und Inseln. Sie werden bei jedem Hochwasser vom Vorderrhein neu geformt.

Wald
An den Hängen der Rheinschlucht gedeiht Nadelwald mit Fichten, Föhren und Erika. Besonders attraktiv ist der in der Schweiz seltene Erika-Föhrenwald dank seines grossen Reichtums an Orchideen. Fast alle Orchideenarten sind auf der Roten Liste zu finden, d.h. sie sind gefährdet und deshalb geschützt. Die wohl bekannteste Orchidee der Ruinaulta ist der Frauenschuh. Er blüht im Mai und Juni, am häufigsten im Wald um Versam.

Vögel
Die stark gefährdeten Vogelarten Flussregenpfeifer und Flussuferläufer sind in der Ruinaulta heimisch. In der Schweiz brüten nur noch je 80 bis 120 Paare der beiden Arten, die Hälfte davon im Kanton Graubünden. Von April bis Juli finden auf den Kiesbänken am Flussufer und auf den Inseln die Eiablage, Bebrütung und Führung der Jungen statt. Menschliche Störungen in dieser Zeit können die Brut gefährden. Nicht zuletzt deshalb wurden am Vorderrhein vier Naturschutzgebiete eingerichtet.

Schmetterlinge
In der Ruinaulta leben ungefähr 350 Schmetterlingsarten, von denen die Mehrheit (ca. 300 Arten) zu den Nachtfaltern gehört. Das Vorhandensein von vielen Schmetterlingsarten deutet auf eine noch unberührte und saubere Umwelt hin.

Zum Wohl der Natur gilt es im Gebiet der Rheinschlucht einige Regeln einzuhalten:
Bitte benutzen Sie nur die ausgeschilderten Routen und Rastplätze und beachten Sie die Schutzzonen. Bitte benutzen Sie nur die Feuerstellen auf den ausgeschilderten Rastplätzen und nehmen Sie Abfälle wieder mit. Campieren ist nur auf offiziellen Campingplätzen erlaubt.

Allg. Auskünfte zum Naturschutz Auskünfte zum Vogelschutz
Amt für Natur u. Umwelt
Gürtelstrasse 89, CH-7001 Chur
Tel. +41 (0)81 257 29 44
info@anu.gr.ch
www.umwelt-gr.ch/anl

Amt für Jagd u. Fischerei GR
Loëstrasse 14, CH-7001 Chur
Tel. +41 (0)81 257 38 92
info@ajf.gr.ch
www.jagd-fischerei.gr.ch

 


 
 
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